Unabhängige Vermögensverwaltung im Kundeninteresse
– wie individuelle und rationale Vermögensverwaltung wirklichen Mehrwert generiert
Inhalt
- 1. Kurzüberblick: Das Wichtigste in Kürze
- 2. Regelbasierter Anlageprozess: Investieren ist Mathematik, nicht Bauchgefühl
- 3. Umsetzung in der Praxis: Mindestanlage, Titelanzahl und Kosten
- FAQ
- Disclaimer / Offenlegung
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1) Kurzüberblick: Das Wichtigste in Kürze
Viele Portfolios verfehlen ihre Anlageziele nicht primär wegen der Marktentwicklung, sondern wegen vier struktureller Faktoren:
- Interessenkonflikte
- emotionales statt rationales Handeln
- unnötige Komplexität
- zu hohe Gesamtkosten
Oft bleibt das lange unbemerkt, weil die Umsetzung professionell wirkt – während die Nettorendite (nach allen Kosten) systematisch belastet wird.
Wirklich unabhängige Vermögensverwaltung sollte deshalb kein Produktregal sein, sondern ein System aus klaren Zielen, sauberer Kostenstruktur und einem konsequenten, regelbasierten Qualitäts- und Bewertungsprozess.
Vermögensverwalter und Banken setzen häufig auf maximale Diversifikation über Fonds, ETFs und weitere Produkte. Das kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Aus der Perspektive vieler vermögender Mandanten steht jedoch ein anderes Ziel im Vordergrund: Vermögen schützen und langfristig real mehren, statt den Gesamtmarkt unabhängig von Bewertung, Qualität und Zyklusphase unverändert abzubilden.
Der breite Markt enthält zwangsläufig – zu einem nicht unerheblichen Anteil – auch unprofitable, hoch verschuldete oder strukturell schrumpfende Unternehmen. Kernaufgabe professioneller Vermögensverwaltung sollte daher sein, solche Unternehmen konsequent zu meiden und den Fokus auf die besten Anlagemöglichkeiten des Marktes zu richten: hochprofitable, qualitativ hochwertige Unternehmen mit solider Bilanz und strukturellem Rückenwind, die diszipliniert zu Preisen gekauft werden, die aus Anlegersicht eine attraktive Renditeerwartung zulassen.
Statt das Vermögen über Fonds, ETFs oder Produktkonstruktionen an Drittanbieter weiterzureichen, sollte ein guter Vermögensverwalter in der Lage sein, Anlageentscheide rational und systematisch selbst umzusetzen. Dadurch lassen sich zusätzliche Gebührenebenen vermeiden, und der Fokus liegt auf dem, was langfristig den Unterschied macht:
- direkt gehaltene Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen
- robuste Cashflows, hohe Kapitalrenditen, starke Margen und eine solide Bilanz
- Käufe nur zu Preisen, die eine attraktive Renditeerwartung plausibel machen
Wie ein solcher Prozess konkret aussieht, welche Regeln gelten und wie Risiko gesteuert wird, zeigen die folgenden Abschnitte.
2) Regelbasierter Anlageprozess: Investieren ist Mathematik, nicht Bauchgefühl
Wer Vermögen professionell anlegen will, braucht ein rationales System, das unabhängig von Stimmung, Schlagzeilen und Modethemen funktioniert: Qualität selektieren, unnötige Risiken vermeiden und Bewertungsdisziplin konsequent anwenden.
Die Grundlogik ist einfach – aber strikt: Herausragende Unternehmen plus ein vernünftiger Einstiegspreis. Erst diese Kombination macht aus einer guten Firma ein gutes Investment.

2.1 Wie erkennt man gute Unternehmen?
Unternehmen mit klaren Wettbewerbsvorteilen lassen sich qualitativ wie quantitativ erkennen. Entscheidend ist die Verbindung beider Perspektiven durch unternehmerisches Denken und fundierte Analyse. Qualitativ hochwertige Firmen sind deshalb auch anhand quantitativ messbarer Kennzahlen identifizierbar:
• Hohe Kapitalrenditen (ROE/ROIC)
Unternehmen mit hohen Kapitalrenditen setzen Kapital effizient ein. Das ist die Basis für langfristige Wertschöpfung: profitables Wachstum, stabile Wettbewerbsvorteile und oft attraktive Reinvestitionsmöglichkeiten im eigenen Geschäft (Zinseszinseffekt).
• Niedrige Verschuldung
Eine niedrige Verschuldung ist ein Qualitätsmerkmal mit direkter Krisenwirkung: Sie reduziert Zinsrisiken, verhindert finanzielle Engpässe und erhält die Handlungsfähigkeit in Schwächephasen. Während hoch verschuldete Konkurrenten in Abschwüngen oft mit Refinanzierung oder Kapitalmassnahmen beschäftigt sind, können solide finanzierte Unternehmen antizyklisch handeln: investieren, Marktanteile gewinnen und Opportunitäten nutzen.
• Hohe Margen und stabile Profitabilität
Hohe Margen sind ein Qualitätssignal, weil sie typischerweise Preissetzungsmacht, Differenzierung und operative Stabilität widerspiegeln. Sie machen Unternehmen weniger anfällig für Kosteninflation und Preisdruck – und erhöhen die Widerstandsfähigkeit bei externen Schocks.
Jedes Kriterium für sich ist ein Zeichen von Stärke. Die Kombination ist besonders wirksam: Hohe Kapitalrenditen, starke Bilanz und robuste Profitabilität erhöhen die Wahrscheinlichkeit von stabilem Wachstum und stetiger Wertsteigerung – bei gleichzeitig höherer Krisenresistenz.
2.2 Bewertung: Die Rendite liegt im Einkauf
Qualität allein reicht nicht. Entscheidend ist, welchen Preis man für Qualität bezahlt. Denn langfristige Rendite entsteht aus drei Bausteinen:
- Start-Rendite (z. B. Gewinn- oder Free-Cashflow-Rendite)
- Wachstum des Unternehmens
- Bewertungsänderung (steigt oder fällt die Bewertung im Zeitverlauf?)
Diese Logik erzwingt Disziplin: Eine hervorragende Firma kann ein schlechtes Investment sein, wenn die Bewertung bereits eine perfekte Zukunft einpreist. Umgekehrt entstehen die besten Chancen oft dann, wenn die langfristige Qualität intakt ist – der Preis aber durch kurzfristige Unsicherheit gedrückt wird.
2.3 Warum nicht einfach „den Gesamtmarkt“ kaufen?
Der Gesamtmarkt enthält zwangsläufig auch Unternehmen, die operativ schwach sind, strukturell schrumpfen oder nur über Verschuldung „funktionieren“. Das ist bei Index-Logik kein Fehler, sondern systembedingt: Man kauft alles – unabhängig von Qualität und Preis.
Hinzu kommt der entscheidende Punkt Bewertung: Wer den Gesamtmarkt kauft, kauft ihn zu jeder Bewertung und in jeder Zyklusphase. Das kann funktionieren – ist aber nicht automatisch immer sinnvoll.
Die Aufgabe eines rationalen Vermögensverwalters sollte daher nicht maximale Breite „um der Diversifikation willen“ sein, sondern ausreichend diversifiziert und gleichzeitig fokussiert zu investieren: hochprofitable Unternehmen mit solider Bilanz und strukturellem Rückenwind – und diese nur dann zu kaufen, wenn der Preis eine attraktive Rendite plausibel macht. Kursschwankungen sind dabei oft der Mechanismus, der gute Unternehmen immer wieder zu attraktiven Einstiegsniveaus verfügbar macht.
2.4 Kosten- und Interessenkonflikte konsequent vermeiden
Ein zentraler Vorteil von Direktanlagen ist Kosten- und Anreiz-Hygiene: Wird Vermögen über Fonds, strukturierte Produkte oder mehrstufige Konstruktionen an Drittanbieter weitergereicht, entstehen zusätzliche Gebührenebenen – und häufig Interessenkonflikte.
Der Anspruch eines unabhängigen Vermögensverwalters sollte deshalb klar im Sinne der Kunden formuliert und gelebt werden: direkt in Einzelaktien mit maximaler Transparenz. Das führt zu verständlichen Portfolios aus etablierten Unternehmensnamen, die sich nachvollziehen und langfristig begleiten lassen – ohne dass der Anleger das Gefühl erhält, dass vor allem andere am eigenen Vermögen verdienen.
2.5 Der Blick aufs Ganze: Makro als Risikoradar, nicht als Prognose-Show
Exzellente Unternehmen agieren nicht im luftleeren Raum. Deshalb sollten Marktentwicklungen und Risikosignale laufend beobachtet werden – nicht, um Renditen über kurzfristige Prognosen zu „timen“, sondern um Risiken früh zu erkennen und Entscheidungen am Faktenbild auszurichten. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen normalem Marktrauschen und Signalen, die auf ein belastbares Ungleichgewicht hindeuten.
Kurzfristige Prognosen sind am Finanzmarkt als Steuerungsinstrument unzuverlässig. Trotzdem werden Allokationsentscheide oft mit Konjunkturerwartungen oder Indexzielen begründet. Praktischer ist ein indikatorbasiertes Vorgehen: Bewertungen, Kredit- und Liquiditätsbedingungen, Gewinnrevisionen, Marktbreite und Volatilität liefern über die Zeit ein konsistenteres Bild. Das Ziel ist dabei nicht „richtige Vorhersagen“, sondern eine robuste Risikopositionierung.
Wenn sich Übertreibungssignale verdichten, ist es rational, Risiken schrittweise zu reduzieren – auch dann, wenn der Markt kurzfristig weiter steigt. Umgekehrt gilt: In Ausverkaufsphasen, in denen Risikoaufschläge steigen und Bewertungen deutlich attraktiver werden, ist nicht das Warten auf „bessere Nachrichten“ entscheidend, sondern die Fähigkeit, antizyklisch zu handeln, wenn Preis und Daten die absehbaren Risiken bereits kompensieren. Das ist weniger Timing als Prozessdisziplin: seltene, klare Anpassungen statt täglicher Meinungswechsel.
Konkrete Beispiele, wie solche Signale in der Praxis eingeordnet wurden, sind in unseren dokumentierten Marktkommentaren zusammengefasst.
3) Umsetzung in der Praxis: Mindestanlage, Titelanzahl und Kosten
Ein guter Prozess bleibt Theorie, wenn die Umsetzung nicht transparent geregelt ist. In der Praxis kommt es deshalb auf vier Punkte an: Portfolio-Struktur, Risikosteuerung, Transparenz und Kostenhygiene.
Portfolio-Struktur
Diversifikation sollte gezielt sein: genug Streuung gegen Einzeltitelrisiken, aber fokussiert auf Qualität. Entscheidend ist, dass jede Position begründbar ist, eine klare Rolle im Portfolio hat und Klumpenrisiken nicht unbemerkt entstehen.
In der Praxis haben sich rund 20 bis maximal 35 Einzelaktien (ggf. zuzüglich Einzelanleihen) als ausreichend diversifiziert erwiesen, um attraktive Chancen über Länder und Branchen hinweg abzudecken. Gleichzeitig nimmt der zusätzliche Diversifikationseffekt ab etwa 15 Titeln deutlich ab. Ein Portfolio mit 20 bis 35 Positionen bleibt damit breit genug für Risikostreuung – und fokussiert genug, um Qualität und attraktive Einstiegspreise konsequent umzusetzen, ohne zu verwässern.
Risikosteuerung
Risikosteuerung bedeutet in der Praxis vor allem: klare Positionsgrössen, Begrenzung von Klumpenrisiken (Einzeltitel, Sektoren, Länder) und definierte Regeln, wann Positionen reduziert oder verkauft werden – etwa bei struktureller Verschlechterung von Bilanz, Cashflow oder Wettbewerbsposition. Ergänzend sorgt eine klare Liquiditätsplanung dafür, dass Entscheidungen nicht unter Zeitdruck getroffen werden müssen. Ziel ist nicht das Verhindern von Schwankungen, sondern ein robustes Portfolio, das auch in Stressphasen handlungsfähig bleibt.“
Transparenz
Ein Mandat sollte jederzeit nachvollziehbar bleiben: verständliche Bestände, klare Berichterstattung und eine Kostenlogik, die nicht versteckt, sondern offen ausgewiesen wird. Gerade für vermögende Anleger, die einen unabhängigen Vermögensverwalter in Zürich suchen, ist entscheidend, dass Struktur und Umsetzung auch in Stressphasen plausibel und konsistent erklärbar bleiben – und nicht erst im Nachhinein „gerechtfertigt“ werden müssen.
Kosten und Mindestbetrag
Die Vermögensverwaltungsgebühr für ein individuell aufgebautes, produktfreies Mandat ohne Retrozessionen beträgt bei uns 1% p.a. ab einem Anlagevolumen von
1 Mio. EUR/CHF/USD.
Zusätzlich fallen die üblichen Depot- und Transaktionsspesen der gewählten Depotbank an; diese sind in der Praxis in der Regel gering, da Kunden typischerweise zu institutionellen Konditionen geführt werden (je nach Depotbank auch als alternative All-in-Modelle möglich).
Unterhalb dieser Grössenordnung lässt sich ein individuell diversifiziertes Direktanlagen-Portfolio mit dem erforderlichen Analyse-, Umsetzungs- und Reportingaufwand in unserer Boutique-Struktur nicht sinnvoll abbilden.
Für wen dieser Ansatz geeignet ist – und für wen eher nicht
Geeignet, wenn …
- Sie langfristig denken und Wert auf Prozessdisziplin legen.
- Sie Transparenz, direkte Bestände und eine klare Kostenlogik bevorzugen.
- Sie Qualität und Bewertung systematisch umsetzen möchten – statt „Produktlösungen“.
Weniger geeignet, wenn …
- Sie kurzfristiges Trading, häufige Meinungswechsel oder tägliches Timing erwarten.
- Sie primär „Markt schlagen jeden Monat“ suchen.
- Sie bewusst Produktkonstruktionen, Themen-Hypes oder komplexe Strukturen bevorzugen.
Nächster Schritt (unverbindlich und ohne Verkaufsdruck)
Wenn Sie prüfen möchten, ob ein Direktanlagen-Ansatz in Ihrer Situation sinnvoll ist, können Sie ein Erstgespräch anfragen. Alternativ lässt sich auch ein bestehendes Depot strukturiert auf Kosten, Komplexität und Interessenkonflikte überprüfen.
Schreiben Sie mir gerne ganz unkompliziert: heissenberger@h-vv.ch
FAQ – Fragen und Antworten
Entscheidend ist, ab wann ein Portfolio sinnvoll diversifizierbar ist und ein professioneller Prozess (Analyse, Umsetzung, Risikosteuerung, Reporting) wirtschaftlich sauber abgebildet werden kann. Bei individuell aufgebauten Direktanlagen-Portfolios ist dabei weniger „Theorie“ ausschlaggebend als die praktische Umsetzbarkeit. Unsere diskretionäre Vermögensverwaltung beginnt ab einem Anlagebetrag von rund 1 Mio. EUR/CHF/USD.
Unsere Vermögensverwaltungsgebühr beträgt 1% p.a. für ein individuell aufgebautes, produktfreies Mandat ohne Retrozessionen. Damit gibt es keine versteckten Produktkosten und keine zusätzlichen Gebührenebenen über Fonds oder strukturierte Produkte. Zusätzlich fallen Depot- und Transaktionsspesen der gewählten Depotbank an; diese sind in der Praxis gering, da unsere Kundenportfolios zu institutionellen Konditionen geführt werden.
Hier ist Vorsicht angebracht, weil Drittvergütungen und indirekte Gebührenebenen häufig zu Interessenkonflikten führen können. In vielen Portfolios entstehen zudem Zusatzkosten, die nicht zwingend als Retrozessionen an den Vermögensverwalter zurückfliessen, aber dennoch real sind – etwa über Produktkosten, strukturierte Konstruktionen oder mehrstufige Gebührenmodelle. Diese Kosten wirken sich direkt auf die Nettorendite aus und bleiben in der Praxis oft lange unbemerkt.
Ein sorgfältiger Blick auf die Gesamtkostenstruktur lohnt sich daher. Auf Anfrage übernehmen wir diese Kontrolle gerne im Rahmen einer transparenten Depot-Analyse.
Bei diskretionärer Vermögensverwaltung trifft der Vermögensverwalter innerhalb des vereinbarten Mandats die Anlageentscheide. Bei Anlageberatung entscheidet der Kunde, der Berater liefert Empfehlungen. Diskretionär ist vor allem dann sinnvoll, wenn Prozessdisziplin und konsequente Umsetzung zentral sind.
Das Vermögen liegt in der Regel auf Ihrem Konto/Depot bei einer Depotbank. Der Vermögensverwalter verwaltet das Portfolio innerhalb der Vollmacht; das Vermögen bleibt beim Kunden und wird bei der Depotbank verwahrt.
Üblich ist eine Verwaltungsvollmacht (Handelsvollmacht). Damit kann der Vermögensverwalter innerhalb des Kundendepots Transaktionen ausführen – also Wertpapiere kaufen oder verkaufen und das Portfolio bewirtschaften. Externe Überweisungen oder Transfers auf Dritt- oder Privatkonten sind damit grundsätzlich nicht möglich; solche Verfügungen bleiben beim Kunden bzw. unterliegen den Sicherheitsprozessen der Depotbank.
ETFs können sinnvoll sein, wenn maximale Einfachheit im Vordergrund steht oder die individuelle Umsetzung nicht effizient ist. Ein Direktportfolio kann Vorteile haben, wenn Qualität, Bewertung, Kostenhygiene und Nachvollziehbarkeit konsequent umgesetzt werden sollen – und wenn die Portfolio-Grösse eine saubere Diversifikation zulässt.
Im Kern geht es um zwei Filter: erst Business-Qualität (z. B. hohe Kapitalrenditen, solide Bilanz, robuste Margen, Wettbewerbsvorteile), dann Einstiegspreis (Bewertungsdisziplin). Eine gute Firma ist nicht automatisch ein gutes Investment, wenn der Preis bereits eine perfekte Zukunft einpreist.
Nicht „möglichst viele“, sondern so viele wie nötig für Risikostreuung – und so wenige wie möglich, um fokussiert zu bleiben. In der Praxis hat sich für ein Qualitätsportfolio häufig eine Grössenordnung von rund 20 bis maximal 35 Einzelaktien (ggf. ergänzt um ausgewählte Einzelanleihen) bewährt: breit genug, um Klumpenrisiken zu reduzieren und Chancen über Länder und Branchen abzudecken – und gleichzeitig fokussiert genug, um Qualität und attraktive Einstiegspreise konsequent umzusetzen. Wichtig sind klare Positionsgrössen, Rollen im Portfolio und das Vermeiden versteckter Klumpenrisiken.
Cash ist primär Handlungsfähigkeit (Opportunitäten, Puffer bei Überbewertungen und für Nachkäufe), nicht ein permanenter „Markt-Call“. Ausgewählte Anleihen können Stabilität liefern – abhängig von Zinsniveau, Spreads, Laufzeiten und Liquiditätsbedarf.
Makro dient als Risikoradar, nicht als Renditehebel durch kurzfristige Vorhersagen. Praktisch heisst das: Ungleichgewichte und Stresssignale (z. B. Bewertungen, Kredit- und Liquiditätsbedingungen, Gewinnrevisionen, Marktbreite, Volatilität) werden beobachtet, um Risiken schrittweise zu reduzieren oder in Ausverkaufsphasen antizyklisch Chancen zu nutzen.
Nein. Es gibt keine Vertragslaufzeiten und keine Bindung. Das Mandat kann vom Kunden jederzeit aufgelöst werden – ohne Einhaltung von Kündigungsfristen. Operativ werden dazu die Vollmachten bei der Depotbank widerrufen; das Depot und die Vermögenswerte verbleiben unverändert beim Kunden.
Wenn Sie eine unabhängige Zweitmeinung oder eine konkrete Mandatsprüfung wünschen, ist eine Kontaktaufnahme jederzeit möglich.
Disclaimer / Offenlegung
Dieser Beitrag stellt die Einschätzungen und die fachliche Sichtweise des Autors Björn Heissenberger und der Heissenberger Vermögensverwaltung AG dar. Er dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung, Aufforderung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Jede Vermögenssituation ist individuell. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden; Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Artikel zuletzt aktualisiert im Dezember 2025.
Autor
Björn Heissenberger, Gründer der Heissenberger Vermögensverwaltung AG (Zürich)
Unabhängige Vermögensverwaltung mit produktfreiem Portfolio aus qualitativ hochwertigen Direktanlagen (Einzelaktien und ausgewählte Anleihen).
Einschätzungen zum Finanzmarkt erscheinen regelmässig in führenden Wirtschaftsmedien (u. a. FAZ, Handelsblatt, NZZ, Finanz und Wirtschaft).