Marktanalysen mit hoher Trefferquote. Nicht erst im Nachhinein.

Veröffentlicht am 23.06.2025 | Aktualisiert am 09.03.2026

Seit 2021 veröffentlichen wir zentrale Markteinschätzungen öffentlich – nicht erst dann, wenn der Verlauf im Nachhinein leicht zu erklären ist, sondern im Vorfeld.

Einige Beispiele:


2021: Warnung vor der „Alles-Blase“

Im Spätsommer 2021 dominierten zwei Narrative den Markt: Inflation sei nur „transitorisch“ (vorübergehend) und Technologieaktien könnten nur steigen. Wir sahen das anders.

  • September 2021 – Die Inflations-Warnung Wir wiesen darauf hin, dass Fed und EZB die Inflationsdynamik massiv unterschätzen. Parallel dazu erreichten die US-Aktienmarktbewertungen Niveaus, die rational nicht zu rechtfertigen waren. Unsere These: Eine stärkere Korrektur dürfte das Ungleichgewicht bereinigen. Das Ergebnis: Einige Wochen später begann die globale Korrektur.
  • Dezember 2021 – Das Ende des billigen Geldes Kurz vor Jahresende bestätigten wir unsere Beobachtungen erneut: Unsere Analyse sprach für schnelle Zinsanhebungen, die spekulative Assets treffen würde. Das Ergebnis: Die Zinswende kam schneller und stärker als vom Markt erwartet. Aktien fielen daraufhin für ungefähr ein Jahr lang.

2023: Mut zum Einstieg, wenn andere verkaufen

Erfolgreiches Investieren erfordert, die eigene Vorsicht abzulegen, wenn die Bewertungen günstig sind – und die Stimmung und Nachrichtenlage entsprechend negativ:

  • Januar 2023 – Wir kaufen und machen dies erneut öffentlich. Nach einem Jahr fallender Aktienkurse war die Stimmung am Boden. Genau in diesem Moment sahen wir ein neues Ungleichgewicht – diesmal in die entgegengesetzte Richtung: günstige Bewertungen bei gleichzeitig weit verbreiteter Überzeugung, dass Aktien weiter fallen würden. Wir kauften. Das Ergebnis: Eine deutliche Rallye setzte ein.

2024 & 2025: Erst grosse Gelassenheit, dann der politische Schock

  • November 2024 – Defensive vor der Panik Wir mahnten zu einer defensiveren Aufstellung. Die Gelassenheit hatte erneut Bewertungen erzeugt, die perfekt gepreiste Zukunftsszenarien voraussetzten. Das Ergebnis: Die kommende Korrektur im Frühjahr 2025 bestätigte unsere defensive Haltung.
  • April 2025 – Die „Zollpanik“ als Chance Die finale Ankündigung der Zölle durch die US-Administration sorgte im Frühjahr für Panik. Am 05. April rieten wir zum Kauf. Die Marktreaktion war überzogen, die nun erwarteten Folgen für die Wirtschaft eingepreist. Die gängige Meinung, dass Trump nicht zurückrudern würde, konnten wir aufgrund seines historischen Handelns nicht teilen. Das Ergebnis: Zwei Tage später war der Tiefpunkt erreicht. Es war der klassische Punkt maximaler und messbarer Marktpanik – und damit ein sehr guter Kaufzeitpunkt.

Fazit: Warum wir „Timing“ ablehnen und es dennoch tun

Diese Beispiele sollen nicht zeigen, dass man Wendepunkte exakt auf den Tag vorhersagen kann. Das kann niemand seriös. Sie zeigen aber, dass es sehr wohl möglich ist, in Extremphasen rationaler zu handeln als die Masse – vorsichtiger zu werden, wenn Risiken nicht mehr bezahlt werden, und offensiver zu sein, wenn Panik gute Unternehmen zu attraktiven Preisen verfügbar macht.

Genau so investieren wir.

  • Unabhängig: Wir folgen keinen Konzernvorgaben und keinen Produktinteressen.
  • Konzentriert: Wir investieren direkt in sorgfältig ausgewählte Einzelaktien.
  • Glaubwürdig: Wir handeln so, wie wir es schreiben – und investieren parallel selbst nach denselben Grundsätzen.

Unser Ziel ist nicht Spektakel. Unser Ziel ist, Vermögen über Jahre hinweg vernünftig zu schützen und zu mehren.


Björn Heissenberger CEO & Portfolio Manager Heissenberger Vermögensverwaltung AG,

Björn Heissenberger
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